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Q bleibt ein sicherer Queerspace

Eine Person, von hinten gezeigt, wirft einen Pfeil auf eine Dartscheibe.

Q Queerspace für queere Jugendliche läuft weiter

Auch nach dem Auslaufen der Förderung durch die Glücksspirale Ende 2025 geht es mit Q Queerspace weiter. Zwar ist unser Träger von den Kürzungen des Berliner Senats im Bereich Jugendhilfe betroffen, dennoch setzt sich Zephir gGmbH weiterhin für queere junge Menschen im Berliner Süden ein. Q bleibt ein sicherer Ort zum Ankommen, Austauschen und Durchatmen – mit Treffpunkt, Beratung und stärkerer Vernetzung im Bezirk und darüber hinaus.

In den vergangenen Monaten kamen vor allem queere Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren zu uns, viele davon trans*. Die meisten gehen noch zur Schule, machen eine Ausbildung oder starten gerade ins Studium. Viele wohnen in Zehlendorf, einige nehmen aber auch längere Wege auf sich, um dabei zu sein.

Ein Tisch, auf dem Karten gespielt wird.
Eine Küchenzeile mit einer Waage und eine Brett mit Apfelstücken.

Besonders in den Wintermonaten war das gemeinsame Spielen in unseren Räumen in der Anhaltiner Straße 7 unweit des S-Bahnhof Zehlendorf gefragt: Von elektronischem Dart über „Uno“ bis „Mogelmotte“ war alles dabei. Außerdem wurden Schlüsselanhänger geknüpft, Buttons gestaltet und gemeinsam vegane Apfelmuffins gebacken. Für den Sommer planen wir, den kleinen Garten hinter dem Haus gemütlicher zu machen – mit Pflanzen und neuen Sitzmöglichkeiten.

Dabei entstehen Gespräche ganz nebenbei. Manchmal geht es um Schule oder Freundschaften, manchmal auch um Diskriminierungserfahrungen. Vor allem aber wollen die Jugendlichen einfach Spaß haben und für eine Weile den Alltag vergessen. Q bietet ihnen einen geschützten Raum, in dem sie sich sicher fühlen können. Genau daraus entsteht Vertrauen – und die Möglichkeit, Hilfe anzunehmen, wenn sie gebraucht wird.

Gemeinsamer Besuch im GRIPS - Nasser#7Leben

Drei Schauspieler vom Grips Theater in einer Szene von Nasser#7Leben
Foto: © Grips Theater

Nasser, 15 Jahre, Sohn einer libanesisch-stämmigen Familie, outet sich als schwul gegenüber seiner Familie. Von da an muss er um sein Leben fürchten, gejagt vom eigenen Vater und Onkel. Die dramatische Geschichte eines jungen, queeren Berliners ist Vorlage für das Theaterstück „Nasser#7Leben“ des GRIPS Theaters. Die Geschichte hat uns bewegt. Einige erkannten Parallelen zu ihren eigenen Erfahrungen wieder: Konflikte mit Eltern, der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben und die Suche nach Zugehörigkeit in einer queeren Community. Das intensive Stück mit lauter Musik, Licht- und Geräuscheffekten sorgte anschließend für Gesprächsstoff.

"Kiss Kiss Berlin - Regenbogenkuchen" – Aktion gegen LSBTIQ+-Feindlichkeit

Angeschnittene, zweistöckige Torte mit Tortenböden in Regenbogenfarben

Auch bei der Aktion „Kiss Kiss Berlin“ von MANEO war Q Queerspace vertreten. Kurz vor dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Queerfeindlichkeit am 17. Mai setzt die Kampagne jedes Jahr ein Zeichen gegen jede Form gruppenbezogener Menschen- und LSBTIQ+-Feindlichkeit und Rassismuss und für gesellschaftliche Toleranz und Vielfalt.

Auf Einladung von Maneo-Mitarbeiter Lars Girbinger kamen Vertreter:innen aus Politik, Polizei und sozialen Einrichtungen im Stadtteilzentrum Villa Mittelhof zusammen, um über die Situation queerer Menschen im Bezirk zu sprechen. Besonders alarmierend: Für 2025 wurden bei Maneo allein in Steglitz-Zehlendorf 50 Fälle queerfeindlicher Gewalt und Übergriffe registriert. Umso wichtiger bleiben Orte wie Q Queerspace – damit queere Jugendliche Unterstützung, Gemeinschaft und Sicherheit finden können.

Mehr Infos zu den Terminen von Q Queerspace in unserem Kalender.

Kontakt

Connie Schuricht (she/her)
T. 0176 21 44 42 24
queerspace@zephir-ggmbh.de